Wie haben Stella und Liviana sich eigentlich gefunden? Und seit wann kennen Sie sich überhaupt? Antworten gibt’s im ersten Teil der Serie #stellaundliviana.

Mit diesem herrlichen Foto beginnt unsere kleine #wir-Serie starten, in der ich uns ein wenig vorstelle. Wie fange ich an? Am besten wohl ganz von vorne. Stella und ich haben uns mehr oder weniger zufällig vor nun schon fast zwei Jahren getroffen. Ich ritt damals ein paar Springpferde mit und kam oft einigermaßen frustriert nach Hause, weil das eben doch nicht das Reiten war, das ich mir vorstellte.

Ein eigenes Pferd kann ich mir nicht leisten

Quasi um mir zu beweisen, dass ich mir sowieso nie ein eigenes Pferd leisten könnte, das meinen Vorstellungen entspräche, stöberte ich eines Tage durch die Pferdeverkaufsanzeigen verschiedener Online-Portale. Und da war Stella. Sie war nicht besonders auffällig, ganz braun, ohne Abzeichen, fast ein wenig unscheinbar. Aber irgendwie hatte sie auf den Fotos so etwas Wildes, Ungestümes, das mir gut gefiel – und ein ganz tolles Auge.

Ich kaufe jetzt kein Pferd

Und weil sie ganz in der Nähe stand, fuhr ich hin: „Nur mal ausprobieren, das kostet ja nix. Ein Pferd kaufe ich jetzt sowieso nicht.“ Mit dieser Überzeugung kam ich in dem Stall an, in dem Stella damals stand und als ich sie am Putzplatz stehen sah, dachte ich: „Ach, die ist eh nix für dich.“ Viel zu klein und mäuschenhaft schien sie, wie sie da stand. Aber da war immer noch dieses tolle Auge.

Nur mal draufsetzen

Trotzdem, ich blieb dabei. Das konnte überhaupt nicht passen. Ich, 1,75 groß, sie 1,67 und kein besonders auffälliger Typ. Dabei liebte ich doch große, schicke und bunte Pferde so sehr. Aber wo ich jetzt schon mal da war, würde ich mich auch draufsetzen – und sei es nur, um mal wieder ein Dressurpferd zu reiten. Ein Pferd kaufen würde ich jetzt ja sowieso nicht, das sagte ich mir immer wieder.

Bis Stella lostrabte. Da fing etwas in mir an zu arbeiten.

Gar kein schlechtes Pferd

Sie ging hoch aufgerichtet, für meinen Geschmack zu sehr „oben dran“, ließ den Hals nicht fallen, den Rücken nicht richtig los, aber irgendwie ging die Bewegung trotzdem durch den Körper. Und ihr Hinterbein – immer richtig drunter. Kein schlechtes Pferd, erkannte ich.

Es war wie nach Hause kommen

Und dann war ich an der Reihe. Ich stieg auf und irgendwie fühlte ich mich gleich zu Hause. Ich trabte an und siehe da, nach und nach ließ sie sich von mir ein wenig in die Tiefe führen. Noch nicht so, wie ich mir ein Vorwärts-Abwärts vorstellte, aber immerhin ging es in die richtige Richtung. Das würde ich schon hinbekommen – wie schwierig das noch werden würde, ahnte ich damals noch nicht, aber dazu später mehr.

Das „Irgendwie-ist-das-genau-mein-Pferd“-Gefühl

Und auch wenn Stella sich im Galopp so spannte, dass ich ständig das Gefühl hatte, sie würde mir beim nächsten Sprung durchgehen, stellte sich ein tiefes „Irgendwie-ist-das-genau-mein-Pferd“-Gefühl ein. Nach dem Ritt war Stella total entspannt und ihre damalige Besitzerin versicherte mir, dass schon viele zum Ausprobieren da gewesen seien, sie aber noch bei niemandem so zufrieden gelaufen sei.

Eigentlich hatte ich mich schon entschieden

Heute glaube ich, dass ich mich da eigentlich schon entschieden hatte. Aber was folgte waren zwei lange Wochen des Hin- und Herüberlegens, des Rechnens, des Wünschens und Zweifelns. Konnte ich mir das überhaupt leisten? Hatte ich die Zeit für ein eigenes Pferd? Und was mit der großen Verantwortung, war ich der gewachsen? Nach und nach beantwortete ich alle diese Fragen mit Ja. Wenn ich das wirklich wollte, dann würde ich es hinkriegen. Auch mein Freund versprach mir, dass er mich immer unterstützen würde.

Stella zieht ein

Kurze Zeit später zog Stella also bei uns ein – besser gesagt, erst mal bei dem befreundeten Springreiter, dessen Pferde ich mitritt. So, das soll es fürs Erste gewesen sein – wie es weiterging und wieso wir dann kurze Zeit später doch noch mal umgezogen sind, erfahrt Ihr in den kommenden Folgen.

So viel kann ich aber heute schon sagen: Ich habe es definitiv nie bereut, damals diese Entscheidung getroffen zu haben. Es war die Beste meines Lebens!

Eure Liviana